Bildung und Erziehung

Bildung

Im Zentrum unserer pädagogischen Arbeit steht guter Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler befähigen soll, ihr zukünftiges Leben selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten.
Dazu fördern und fordern wir die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ganzheitlich und individuell.
Sach-, Methoden-,Sozial- und Personalkompetenz sind uns gleichermaßen wichtig.

"Sachkompetenz entwickeln die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit Inhalten, Aufgaben und Problemen. Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden systematisch aufgebaut und in vielfältigen Handlungszusammenhängen erweitert…
Methodenkompetenz schließt ein, fachbezogene und fachübergreifende Lernstrategien, Verfahrensweisen und Arbeitstechniken anwenden zu können…
Soziale Kompetenz zeigt sich in der Fähigkeit des Einzelnen, in wechselnden sozialen Situationen Ziele erfolgreich im Einklang mit sich und anderen zu verfolgen…
Personale Kompetenz gründet auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, auf wachsende emotionale Unabhängigkeit und Zutrauen in die eigenen Stärken."
(aus: Berliner Rahmenlehrplan Grundschule Sachunterricht, S.9 )

Erziehung

Der Wandlungsprozess der Gesellschaft macht auch vor der Familie nicht halt.
Beruflicher Stress und Beziehungskonflikte der Eltern belasten und verunsichern Kinder. Deshalb ist es wichtig, dass die Schule für alle Kinder ein Ort ist, in dem sie sich aufgehoben, sicher und geborgen fühlen können.
Auch wenn es an der Ruppin-Grundschule vergleichsweise wenige Konflikte gibt und das Miteinander im Allgemeinen ruhig und friedlich verläuft, versuchen wir, den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, das sie auch für ihr späteres Leben nutzen können.

Klassenrat
In jeder Klasse gibt es Stunden, in denen die Kinder miteinander sprechen und in denen Konflikte geklärt werden können. In der Form des Klassenrats lernen die Kinder in diese Gesprächen Gesprächsregeln. Sie wählen die Gesprächsthemen aus, wählen einen Gesprächsleiter, einen Protokollvorleser, einen Protokollschreiber, einen Zeitwächter und Beobachter. Die Lehrerin oder der Lehrer tritt zunehmend in den Hintergrund und übergibt die Durchführung der Gespräche schrittweise an die Kinder.

Streitschlichter
Die ausgebildeten Streitschlichter lernen Techniken des Zuhörens und Strategien zur Konfliktlösung. Sie stehen ihren Mitschülern in den Pausen und ihren "Sprechstunden" zur Verfügung. Begleitet werden die Streitschlichter von einer dafür ausgebildeten Lehrerin. Diese Methoden des Miteinandersprechens werden in die Klassen hineingetragen.

Unterstützende Arbeit der Erzieherinnen
Ein großer Vorteil unserer Schule ist die enge personelle Verzahnung des Hortes mit dem Schulbetrieb.
Vor allem in den 1. und 2. Klassen unterstützen unsere Erzieherinnen die Arbeit der Lehrerinnen, sie sind 8-10 Stunden in der Woche mit im Unterricht. Sie kümmern sich besonders um einzelne Schüler oder fördern gezielt kleine Schülergruppen.
Sie lernen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Stärken und Schwächen kennen und wissen, womit sich die Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht beschäftigen. Nachmittags erledigen die Kinder die Hausaufgaben unter Aufsicht der Erzieherinnen und Erzieher.
Hierdurch bieten sich Möglichkeiten der Vernetzung von Bildung, Erziehung und Betreuung.