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Geschichte der Ruppin-Schule



Wo kommt der Name "Ruppin" eigentlich her?

Die Grundschulen im Bezirk Schöneberg tragen seit 1956 Namen nach Landschaften aus der weiteren Umgebung Berlins (Mark Brandenburg).
Der Name unserer Schule bezieht sich auf ein Gebiet nördlich von Berlin, der Ruppiner Schweiz.
Zu der reich gegliederten und stark hügeligen Ruppiner Schweiz gehört das Gebiet nördlich von Neuruppin um die Seen Ruppiner-, Molchow-, Tietzen-, Zermützel- und Tornowsee. Durch schmale, schiffbare so genannte Fließe und Schleusen sind die Gewässer miteinander verbunden. Ein Dutzend Badestrände und zahlreiche Campingplätze machen die Ruppiner Schweiz zum Ferienziel.





In den Jahren 1913 - 1914 ließ der Baurat Hans Altmann das Schulgebäude erbauen.
Das Charakteristische ist die Klinkerbauweise mit glasierter Keramik, wie sie in Berlin selten zu finden ist.

Der angesehene Architekt und Baumeister hatte damals nur drei Bauten in dieser Weise verwirklicht.
Eine Besonderheit ist der aus Keramik gefertigte Bogenpfeiler am Haupteingang.
Zu dem gesamten Gebäudekomplex gehört auch die Urnenhalle des angrenzenden Friedhofes. Die an den Fassaden befindlichen Keramikarbeiten sind in Handarbeit von den Bildhauern Kuhl und Butzke angefertigt worden.

Ein Gedenkstein befindet sich im Seiteneingang der Schule.

Kurz nachdem das Gebäude 1914 fertiggestellt wurde, brach der Erste Weltkrieg aus. So konnte die 3. Volksschule, für die der Bau geplant war, nicht einziehen. Das Haus wurde als Reserve-Lazarett für verwundete Soldaten und Kriegsopfer verwendet.

Vermutlich wurde erst im März 1919 der Schulbetrieb aufgenommen Die 3. Friedenauer Gemeindeschule zog ein und konnte wie ursprünglich geplant den Unterrichtsbetrieb aufnehmen.

Auch im 2. Weltkrieg wurde das Schulgebäude vom deutschen Militär und nach der Kapitulation erst von russischen und dann von amerikanischen Besatzungstruppen genutzt.
Der äußere Zustand des Gebäudes ist bis heute im Wesentlichen unverändert und ohne gravierende Schäden durch die Kriegseinwirkungen des 2. Weltkrieges geblieben.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, am 15. April 1947, wurde die 19. Volksschule mit über 1000 Schülern (514 Mädchen und 509 Jungen) und 6 Lehrkräften wiedereröffnet.


Am 24. Juni 1951 zog die Friedrich-Bergius Oberschule in den hinteren Gebäudeteil ein, den vorderen an der Offenbacher Straße bezog die 16. Grundschule.
Beide Gebäudeteile sind durch einen Übergang verbunden, auf dem sich eine Dachterrasse befindet.
Die 16. Grundschule wurde am 22. Oktober 1956 umbenannt und bekam ihren heutigen Namen: Ruppin-Grundschule.
Am 1. April 1959 wurde die Friedrich-Bergius-Oberschule in ihr heutiges Gebäude umquartiert und machte Platz für die 5. OPZ (Oberschule Praktischen Zweiges). Auch diese Schule bekam ihren heutigen Namen: Bobertal-Oberschule.
Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 ist die Bobertal-Schule geschlossen und die 16.Grundschule nutzt den Gebäudeteil mit.